Newsletter Februar 2014


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Dhampus

Die Themen:

Newsletterredaktion
MHA PUJA-Fest
Projekt zur Verbesserung der Luftqualität im Kathmandu-Tal
Women's Foundation eröffnet eine "gewaltfreie" Schule in Kathmandu
Literatur aus Nepal – und über Nepal
Aktivitäten unserer Mitglieder

Newsletterredaktion

Liebe Leser,
das wichtigste Ereignis in Nepal war die Durchführung der Wahl im November. Die Wahl verlief friedlich, und die hohe Wahlbeteiligung zeigt, dass es einen großen Wunsch nach einer staatlichen Ordnung und Stabilität gibt. Wir hoffen, dass damit die Weichen auch zur Verbesserung der Lebensverhältnisse gestellt sind.
Bei uns lesen Sie diesmal den ersten Teil eines Interviews über ein Projekt zur Verbesserung der Luft im Kathmandu-Tal. Wir stellen ein neues Buch eines nepalesischen Autors vor und berichten über die neuesten Aktivitäten der Women's Foundation. Als Nachlese gibt es Fotos vom Mha Puja-Fest in Berlin zu sehen.
Wie immer wünschen wir viel Freude beim Lesen!
Das Newsletter-Team

Veranstaltungs- und andere Hinweise:
namasté
Der Nepal Laden namasté in Charlottenburg zieht um. Die neue Adresse ist Danckelmannstraße 21 a. Die Eröffnung findet am 22.Februar statt.

namasté

Der Nedeg-Newsletter berichtet regelmäßig über kulturelle Themen und über unsere Projektpartner in Nepal und weist auf Termine hin.
Wer den Newsletter noch nicht direkt zugesendet bekommt, kann sich hier anmelden.
Wichtige Hinweise auf Termine, Veranstaltungen oder neue Publikationen senden Sie bitte an nedeg_redaktion@yahoo.com.

Newsletter-Redaktion: Torsten Frank, Andrea-Regina Lang, Don Baerg, Susan Evers

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Mha Puja 2013

MHA PUJA-Fest

Auch 2013 konnte in Berlin wieder "Mha Puja" gefeiert werden. Nedeg hatte hierzu die Räume des russischen Theaters "Panda" in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg gemietet. Wir zeigen hier die schönsten Fotos und bedanken uns bei allen, die dieses Fest ermöglicht haben.

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Projekt zur Verbesserung der Luftqualität im Kathmandu-Tal

Ein Gespräch mit Dr. Maheswar Rupakheti
Seit mehr als zwei Jahren arbeitet eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern an einem Projekt zur Verbesserung der Luftqualität im Kathmandu-Tal. Der Leiter dieser Gruppe ist Dr. Maheswar Rupakheti vom Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam. Dr. Rupakheti ist Klimawissenschaftler und kommt aus Nepal.
Der Name des Projekts Sustainable Atmosphere for the Kathmandu Valley (SusKat) klingt nach einem wissenschaftlichen Projekt mit einer rein akademischen Ausrichtung. Doch dieses Projekt ist so angelegt, dass es auch praktische Handlungsempfehlungen liefern soll. Die Umsetzung dieser Empfehlungen könnte die Lebensbedingungen von Millionen von Menschen verbessern, die unter der extremen Luftverschmutzung leiden.

Können Sie uns eine kurze Einführung zur Entstehung des Projektes geben?
Im März 2001 flog eine Gruppe von Klimaforschern, darunter Prof. Paul Crutzen, Prof. V. Ramanathan und Dr. Klaus Töpfer, der damals Direktor des UN-Umweltschutzprogramms war und heute Direktor des Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS) in Potsdam ist. Mit einem gecharterten Buddha-Air-Flugzeug wollten sie sich die Berge von Nepal ansehen und einen Blick auf die neu entdeckte „braune Wolke“ in der Atmosphäre über Südasien werfen. Der Blick nach Norden zeigte den majestätischen Mount Everest und die gesamte Bergkette des Himalaja. Beim Blick nach Süden konnten sie die gewaltige braune Wolke sehen, die sich über das gesamte indische Flachland erstreckte. Die Teilnehmer waren schockiert.

Woraus besteht diese braune Wolke?
Die braune Wolke ist eine regionale Ansammlung von Schmutzpartikeln. Die Wolke dehnt sich über Ländergrenzen und sogar über Kontinente aus und kann in wenigen Tagen ganze Regionen und Ozeane bedecken. Von Satelliten kann dies als eine große graue Fläche wahrgenommen werden. Es ist eine Dreckwolke aus giftigen Chemikalien, Ruß und Smog. Die Himalaja-Berge wirken wie eine große Barriere, sodass die verschmutzte Luft aus Südasien vor den Bergen über den Tälern hängen bleibt. Wenn man nach Kathmandu fliegt, besonders im Winter oder Frühjahr, kann man sehen, wie die Berge in dieser braunen Wolke verschwinden. Solange das Flugzeug hoch fliegt, kann man die Berge klar und deutlich sehen, aber je tiefer das Flugzeug beim Anflug sinkt, desto grauer wird die Luft, bis die Berge nicht mehr zu erkennen sind. In dieser Region ist die Luftverschmutzung am höchsten und ein Umweltphänomen, das bisher am wenigsten untersucht worden ist.

Kathmandu-Tal an einem der seltenen klaren …

… und überwiegend grauen Tage im Februar 2013 (Courtesy M. Rupakheti)

Welche Bedeutung hat der Name Sustainable Atmosphere for the Kathmandu Valley (SusKat)?
Wissenschaftliche Studien zum Klima sind normalerweise darauf beschränkt, die physikalischen Gesetzmäßigkeiten zu beschreiben und beinhalten nicht die praktische Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Luft. Darüber hinaus wird nur selten die gesellschaftliche Auswirkung eines Problems untersucht. Aber um eine nachhaltige Lösung zu entwickeln, müssen wir sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen berücksichtigen. Der Name sollte daher das Ziel, nämlich eine nachhaltige Verbesserung des Klimas beinhalten.

Wie wurde das Projekt begonnen?
Die Idee für dieses Projekt entstand durch meine eigenen Erfahrungen. Ich habe die ernsten Auswirkungen der Verschmutzung der Luft in Kathmandu selbst erlebt und kann dies gut mit anderen Orten vergleichen, die ich in Asien, Europa oder Nordamerika bereist habe. Als Nepalese und als Klimaforscher, der mit vielen Forschern und Gesundheitsexperten weltweit zusammenarbeitet, wollte ich etwas für mein eigenes Land tun. Es gibt Aussagen, dass Kathmandu die Stadt mit der höchsten Luftverschmutzung ist. Das hat mich persönlich betroffen gemacht. Wenn ich die Luft in Kathmandu einatme, fangen meine Lungen an weh zu tun, und nach einigen Tagen beginne ich zu husten. Daher dachte ich 2011, dass es an der Zeit ist, die Luftverschmutzung wissenschaftlich zu untersuchen.
Zu Anfang habe ich eine Liste mit allen Themen, die wir ansprechen müssen, zusammengestellt, um das Problem systematisch anzugehen. Danach hatte ich eine Diskussion mit Dr. Arnico Panday, einem Klimaforscher, der damals an der Princeton-Universität forschte. Heute ist er der Koordinator der Klimaschutz-Initiative des International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) in Kathmandu. Auch er ist Nepalese. Wir trafen uns in meinem Büro in Bangkok und besprachen die Situation in Kathmandu. Wir kamen überein, dass wir Klimaforscher aus Nepal zusammenarbeiten sollten, um das Problem im Kathmandu-Tal anzugehen.
Wir beide verstehen die lokalen Zusammenhänge und haben Kontakt zu vielen internationalen Klimaforschern. Zur gleichen Zeit stellte der Wissenschaftsdirektor des IASS, Prof. Mark Lawrence, ein neues Team zusammen. Er war auf der Suche nach neuen Projektideen, die über die wissenschaftliche Untersuchung hinaus auch die Lösungsansätze der Probleme beinhalteten. Dies war ein guter Zufall. So nahm ich Kontakt zu Prof. Lawrence auf, den ich schon seit einigen Jahren kannte, und er stimmte einer gemeinsamen Arbeit zu. So hat das Ganze begonnen.

Wie wird das Projekt finanziert?
Das Projekt wird in verschiedenen Phasen verlaufen, die jeweils verschiedene Zielsetzungen verfolgen. In den ersten zwei Jahren und wahrscheinlich auch in der nächsten Phase wird das IASS die Mehrzahl der Aktivitäten und die Personalkosten finanzieren. Das IASS wird vom Forschungsministerium und dem Land Brandenburg finanziert. Aber einen großen Anteil trägt auch unser Netzwerk. An unserem Projekt SusKat arbeiten jetzt zweiundzwanzig Institute aus neun verschiedenen Ländern zusammen. Deren Aktivitäten tragen zum Programm und dem Erreichen der Zielsetzung bei. Wir haben erreicht, dass mehrere international bekannte Institute jetzt gemeinsam an einer Lösung arbeiten.

Ist die Luftverschmutzung eine Gefahr für Nepal?
Ja, auf alle Fälle. Der weltweite Gesundheitsreport zeigt auf, dass die Luftverschmutzung eines der hauptsächlichen Todesursachen in Nepal 2010 war – fast 30.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen. Der Report des United Nation Environment Programme (UNEP) und der World Meteorological Organization (WMO), an dem ich auch geschrieben habe, geht davon aus, dass jedes Jahr 25.000 Menschen gerettet werden könnten, wenn die Luftverschmutzung kontrolliert werden kann. In dem Bericht wird geschätzt, dass ca. drei Prozent der Getreideernte infolge der Luftverschmutzung jedes Jahr verloren geht. Daher ist die Luftverschmutzung ein wesentliches Problem, um die Entwicklungsziele zu erreichen, nicht nur im Bereich Gesundheit, sondern auch für die Bereiche Landwirtschaft, Tourismus und Klima.

Warum wurde das Kathmandu-Tal ausgewählt?
Der Grad der Luftverschmutzung in Kathmandu ist sehr hoch, aber es ist immer noch möglich, dies durch Maßnahmen zu verbessern. Das ist die fundamentale Annahme unseres Projektes.
Im Kathmandu-Tal ist die Urbanisierung in den letzten zwei Jahrzehnten so weit vorangeschritten, dass heute nur noch 20 Prozent der Fläche für Landwirtschaft oder als Freiraum genutzt werden kann. Die Fläche des Tales umfasst nur 1,5 Prozent des gesamten Staatsgebietes, aber hier fahren 50 Prozent aller Fahrzeuge – mehr als eine halbe Million – , 66 Prozent des Benzins und 50 Prozent des Kerosins werden hier verbraucht.
Das Tal liegt wie eine Schüssel zwischen den Bergen, wodurch die Verschmutzung der Luft begünstigt wird. Die Luftverschmutzung im Tal hat sowohl regionale als auch lokale Ursachen. Lokal ist es vor allem der Straßenverkehr und speziell eine kleine Anzahl von Fahrzeugen, die extrem viele Schadstoffe ausstoßen. Das Verbrennen von Müll ist ebenfalls eine Hauptquelle für die Verschmutzung. Dazu kommen noch mehr als 115 Ziegelfabriken , das Verbrennen von Reifen während Streiks und das Abbrennen von Wäldern. Gerade am Morgen ist die Situation am schlimmsten, wenn noch dazu gekocht wird und der Verkehr anschwillt, aber gleichzeitig kein Luftaustausch im Tal stattfinden kann. Während des Tages beginnt sich die Luft zu vermischen, und durch starke Winde zieht die Luft aus dem Tal ab. Aber auch die ganze Region ist verschmutzt, insbesondere in den trockenen Monaten. Es gibt eine Menge lokaler Ursachen, dazu kommt aber noch all das, was in den anderen Gebieten in und um Nepal passiert.

Ziegelfabrik in Kathmandu-Tal

Wie geht das Projekt vor, um die Daten zu sammeln?
Die erste Basisarbeit von SusKat bestand darin, nachprüfbare Messdaten zu liefern. Wir betrieben eine Anzahl von festen Messstationen, um Daten für Emmisionsabschätzungen zu sammeln. Hinzu kamen Daten von Flugzeugen und Satelliten. Wir simulieren durch komplizierte Klimamodelle den Transport der Schadstoffe. Die Daten wurden von Dezember 2012 bis Juni 2013 gesammelt. Dafür gab es 160 wissenschaftliche Instrumente in 23 Messstationen und eine zentralen Messstation in Bide, sowie fünf Satellitenstationen und zusätzliche Messungen in Lumbini, Pokhara, Jomsom, Dhunche und am Mount Everest Base Camp. Einige Messungen laufen noch weiter, um die Veränderung der Schadstoffkonzentration über das Jahr zu erfassen.
Zusammenfassend können wir behaupten, dass wir nun Messdaten haben, die bisher noch nie erhoben wurden und von denen die Klimaforscher und andere Wissenschaftler profitieren können. Das wird uns helfen, um den Einfluss der Luftverschmutzung auf die Gesundheit, die Ernte, den Tourismus, den Rückgang der Gletscher und auf das Klima abzuschätzen.

Müllverbrennung im Kathmandu-Tal

Wie kann der Einfluss auf den Tourismus abgeschätzt werden?
Wir könnten zum Beispiel hundert Touristen und Personen in der Tourismusindustrie mit einem vorbereiteten Bogen befragen und die Daten auswerten. Zum Beispiel könnten 80 Prozent der Touristen angeben, dass sie sich nicht mehr in Kathmandu aufhalten wollen und direkt nach Ankunft in Kathmandu nach Pokhara weiterfahren. Auch in Pokhara sind zum Beispiel viele Flüge mit Touristen gestrichen worden, weil die Sichtbedingungen für die Piloten nicht ausreichend waren. Wir müssen die richtige Saison für eine Befragung auswählen. Wir könnten genauso Klima und Wirtschaftsmodelle analysieren, um zu Abschätzungen zu kommen.

Verkehrsstau in Kathmandu

Welches sind die nächsten Projektphasen?
Zunächst haben wir eine gute Basis an Daten über verschiedene Klimaschadstoffe. Wir verwenden diese in einer Kombination mit Klimamodellen, um die physikalischen Gesetzmäßigkeiten zu erkennen. 2014 wird eine Studie die Auswirkung der Luftverschmutzung auf die Gesundheit untersuchen. Außerdem gibt es weitere, um das Ausmaß der Emissionen der verschiedenen Verursacher zu messen oder abzuschätzen.
Der nächste logische Schritt ist die Ermittlung von Möglichkeiten zur Verringerung der Schadstoffe und der daraus folgenden Auswirkungen. Wir werden jede einzelne Möglichkeit abschätzen. Zuerst werden die Hauptverursacher ermittelt und untersucht. Zum Beispiel hat eine Studie gezeigt, dass dreißig Prozent der Schadstoffe im Tal von zehn Prozent der vorhandenen Fahrzeuge verursacht werden. Dies werden die Verursacher sein, die wir als Erstes angehen. Für Dieselmotoren gibt es Partikelfilter (DPF), die 90 Prozent der Schadstoffe ausfiltern. Das ist der technische Teil.
Als nächstes müssen wir uns Gedanken machen über Finanzierung, Gesetze, Verordnungen, vorhandene Fachkräfte und die Durchsetzung von Regulierungen. Wir werden in all diese Gebiete schauen und abschätzen, ob dies möglich ist oder nicht. Es gibt auch neue technische Möglichkeiten aus Europa und Amerika. Vielleicht haben wir die technischen Lösungen, aber diese sind zu teuer.
Wir müssen untersuchen, ob die Möglichkeiten unter den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekten funktionieren. Zum Beispiel könnten wir untersuchen, welche Auswirkungen die Verwendung von Filtern bei den Ziegelsteinfabriken hat. Wir müssen ermitteln, welchen Effekt die Investition von einem Euro auf Gesundheit, Landwirtschaft und Tourismus hat.
Neueste Studien haben gezeigt, dass 50 Prozent der Bevölkerung im Kathmandu-Tal einer gefährlichen Schadstoffkonzentration ausgesetzt sind. Wie groß ist die Auswirkung auf diesen Anteil, falls es uns möglich ist, den Schadstoffausstoß des Straßenverkehrs um 50 Prozent zu reduzieren? Wir werden verschiedene Möglichkeiten gegeneinander abwägen, bis wir eine optimale Lösung für eine plausible Entwicklung finden.

Abbrennen von Autoreifen während eines Streiks

Wie geht es weiter, nachdem alle wissenschaftlichen Untersuchungen abgeschlossen sind?
Die Wissenschaftler können forschen und Konzepte schreiben, aber dies ist für uns nicht ausreichend. Wir wollen aus unserem Wissenschaftsturm hinausgehen. Eines der besonderen Merkmale unseres Projektes ist die breite Mitbeteiligung. Dies unterscheidet unser Projekt von anderen, in denen nur die unmittelbar beteiligten Gruppen involviert werden. Von den Beteiligten erfahren wir die Probleme und Notwendigkeiten, die wir direkt in unseren Aktivitäten berücksichtigen.

Konferenz. Ganz rechts Dr. Lawrence

Ob wir uns nun als Wissenschaftler oder als Politikberater begreifen – von Anfang an haben wir möglichst viele in das Programm involviert. Wir haben eine enge Kooperation mit dem Forschungs- und Umweltministerium. Im November 2012 haben wir eine Kooperation mit dem International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD), der Climate and Clean Air Coalition (CCAC) und dem Ministry of Science, Technology and Environment (MOSTE) über eine Interaktion zwischen Wissenschaft und Politik zur Aufklärung über die Bedeutung der Luftverschmutzung in Nepal abgeschlossen.
Wir arbeiten auch mit dem privaten Sektor zusammen, vor allem mit der Föderation der nepalesischen Ziegelsteinindustrie (FNBI). Wir arbeiten mit der Presse zusammen, die begleitende Berichte über die Luftverschmutzung publizieren. Wir haben auch mit einem berühmten Komikerduo darüber gesprochen, eine gemeinsame Sendung zu machen, was die Aufmerksamkeit enorm erhöhen würde.
In der letzten Phase wollen wir die Eindämmung der Verschmutzung erreichen. Wir hoffen, diese Anstrengungen in den folgenden Jahren in Kooperation mit Regierungspartnern, Spendenorganisationen, Nicht-Regierungsorganisationen und Forschungsinstituten immer weiter auszuweiten.

Gruppenbild am Rande der Konferenz

Was soll erreicht werden?
Unser Ziel ist die wissenschaftlichen Erkenntnisse in Aktionen umzusetzen, die eine von uns erwartete Veränderung erreichen wird. Niemand in Nepal sollte unter Luftverschmutzung leiden oder davon sterben. Wir hoffen, dass wir eine Menge an Erfahrungen in Kathmandu gewinnen, die wir dann in anderen Regionen der Welt mit gleich sozial ökonomischen Faktoren übertragen können. Ganz klar: Wir wollen das Leben der Bewohner durch nachhaltige Maßnahmen verbessern– das ist gut für die Menschen aber auch für die Erde.
Vielen Dank für das heutige Gespräch.
Danke an NEDEG. Danke dafür, dass unsere Aktivitäten einem breiteren Publikum in Deutschland und Nepal vorgestellt werden.

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Women's Foundation

Women's Foundation eröffnet eine "gewaltfreie" Schule in Kathmandu

Seit vielen Jahren unterstützt Nedeg mit Hilfe von einzelnen Sponsoren die Women's Foundation in Kathmandu. Jedes Jahr können wir einen fast fünfstelligen Betrag an das Projekt senden.
In diesem Jahr wurde von der Women's Foundation eine Schule eröffnet, die das Ziel hat, mit den Kindern gewaltfrei umzugehen. Wir fragten Renu Sharma, die Leiterin und Gründerin der Women's Foundation, zu den Gründen:
"Leider mussten wir immer wieder erleben, dass unsere Kinder in den Schulen geschlagen oder misshandelt worden sind. Wir haben darüber mit den Lehrern und Schulleitern gesprochen, aber es ist zu keiner Verbesserung gekommen. Gewalt gegen Kinder ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet und wird von vielen als normal angesehen. Auf diese Art und Weise lernen die Kinder auch, dass Gewalt eine normale Form der Auseinandersetzung ist. Wir glauben, dass Gewalt weitere Gewalt erzeugt. Dies wollten wir nicht länger hinnehmen."

Bipul Shikshya Niketan

Die gewaltfreie Schule "Bipul Shikshya Niketan" wurde gemeinsam mit lokalen Gruppen in der Nachbarschaft zum Haus der Women's Foundation gegründet. Zurzeit besuchen 450 Kinder die Schule und werden von vierzig Lehrern und Erziehern betreut.
Die Schule möchte für die Kinder eine positive Lernumgebung schaffen. Hierzu gehört, dass die Lehrer und Betreuer permanent darauf geschult werden, mit den Kindern gewaltfrei umzugehen. 120 Kinder, die in den Heimen der Women's Foundation leben, gehen zurzeit auf diese Schule.


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Nichts zu verzollen

Literatur aus Nepal – und über Nepal

NOTHING TO DECLARE
Rabi Thapa hat "nichts zu verzollen" – und doch etwas zu vermelden.
Das Titelbild zeigt, worum es geht: Eine bunte gebetsfahnengeschmückte Stupa schwebt vor einem locker bewölkten Himmel, "Stories" steht lakonisch neben der Stupa. Ihre Augen blicken auf eine schwarz-weiß im Gegenlicht aufgenommene nächtliche Straßenszene. Der Titel des Buches trennt oben und unten, trennt eine von einer anderen Welt.
Nothing to declare? – Ganz im Gegenteil. 16 Kurzgeschichten – Momentaufnahmen aus dem heutigen Nepal, aus dem Alltagsleben einer gesellschaftlichen Gruppe, der zweifellos der Autor selbst angehört: Stadtbewohner, männlich, Mittelschicht. Ihre Konflikte und Träume werden wiederum durch deren Argumente, Gedanken und Aktionen reflektiert. Mütter, Freundinnen, weibliche Dienstboten tauchen eher in der zweiten Reihe auf. Das fällt auf, stört das Lesevergnügen aber nicht nachhaltig, dem Autor ist ganz offensichtlich diese Welt die vertrautere und bekanntere, und irgendwo bieten die Geschichten trotzdem den einen oder anderen Anknüpfungspunkt an eigene Eindrücke.

Ohnehin ist die eigentliche Hauptfigur die Stadt, denn alle Geschichten haben in und um Katmandu herum ihren Schauplatz. Das hat für den Leser, der Katmandu aus mehreren oder längeren Aufenthalten kennt, den besonderen Reiz, Straßen und Ecken wiederzufinden oder auf bekannte Namen wie Maitighar und Putalisadak zu stoßen. "… in writing about my places of Kathmandu valley, I sustain them, bring them out from under the rubble, and string them together" sagt der Autor in einem Interview. In seinen Erzählungen breitet er eine bunte Fülle abwechslungsreicher Ereignisse aus: Viel Autobiographisches sei darin, sagt er, anderes hat er offensichtlich aus seinem Umfeld aufgenommen und erdichtet – zusammen eine gerade richtige Mischung von Fakten und Fiktion.

Die meisten der Geschichten haben mich durchaus in ihren Bann gezogen. In "Home for Dashain", offenbart sich bei der besuchsweisen Rückkehr eines Polizisten in sein Dorf die ganze Brutalität des politischen Konflikts der vergangenen Jahre.
"Initiation" – gleich die erste Geschichte – beschreibt vor dem Hintergrund des Bratabandha-Rituals mit- und einfühlsam die Turbulenzen und unterschiedlichen Empfindungen, die über einen Jungen während dieser Zeremonie hereinbrechen.
In der titelgebenden Geschichte geht für einen jungen Nepali der Lebenstraum in Erfüllung, und er übt schon mal für seine Ankunft in England den Satz ein, den er sagen muss, wenn nach seinem Kofferinhalt gefragt wird. Um dann wenig später festzustellen, dass hang out in London sich eigentlich gar nicht so sehr von dem aus Thamel gewohnten unterscheidet und die Diskussionen auch nicht: Wie dem Leben einen Sinn geben, wie seinen Platz finden in einer Gesellschaft, die sich einesteils schnell verändert und doch konservativ bleibt und einen dann doch in einer "arranged marriage" ankommen lässt.

Rabi Thapas Schreibstil ist locker und flüssig, die Sprache gut lesbar – bisweilen durchaus poetisch ("Time folded into itself, the cycles of rice and dal as night and day"). Die Nepali-Einsprengsel geben den Geschichten eine einnehmende Authentizität. Das führt dazu, dass man das Buch gern in der Hand behält, auch wenn einem die eine oder andere Handlungswelt einmal nicht ganz so viel zu sagen hat und man trotzdem gespannt bleibt auf das nächste Thema, die nächste Geschichte und sich dann gerne wieder mit hineinbegibt in die nächsten Auseinandersetzungen – mit den Eltern, mit den Freunden, mit den Problemen des Erwachsenwerdens, des Heiratens, des wachsenden Wohlstands und damit verbundenen Wegbrechens alter Traditionen – vor allem, wenn westlich liberale Ideen oder gar die Erfahrung eines Lebens außerhalb Nepals dazukommen.

Rabi Thapa

Noch gibt es nicht viele auf Englisch schreibende Nepali-Autoren. Die großen Erfolge von Manjushree Thapa, Samrat Upadhaya und Sushma Joshi haben ihre Zahl nicht in dem Maße wie vermutet anwachsen lassen. Bleibt zu hoffen, dass Rabi Thapas von der Kritik in Nepal und auch in Indien durchaus wohlwollend aufgenommenem Debut bald ein neues Buch von ihm folgt.
                                                                             Johanna Wernicke-Rothmayer

Rabi Thapa: Nothing to declare. Stories.
New Delhi: Penguin Books 2011.
172 pages, ISBN-13: 978-0143415435
NRs. 350,00

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Aktivitäten unserer Mitglieder

Seit 2006 bietet Kamal Niraula nepalesische Spezialitäten im Restaurant Om an.

Krisha Sthapit lehrt neben ihrem Studium an der TU Berlin Nepalesisch an der Sprachenschule Sprachenatelier.

Margot Jaffé aus Somborn betreibt am Fuße des Himalaya in Pokhara ein Hotel.

Rajendra Sthapit ist beeidigter Übersetzer für Nepalesisch und Referent für Landeskunde, Sprache und Übersetzung.

Carola Neitzel spielt auf verschiedenen Theaterbühnen in Berlin und gibt Schauspielunterricht.

Alle weiteren Informationen zu den Aktivitäten unserer Mitglieder finden Sie hier.

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Kontakt:

Nepali-Deutsche Gesellschaft
Eosanderstraße 13
10587 Berlin

Berliner Sparkasse
Kontonummer: 730 030 547
Bankleitzahl: 100 500 00

Vereinsvorstand:

Vorsitzender : Torsten Frank
Stellvertreter: Birat Niraula
Geschäftsführer: Rajendra Sthapit
Schatzmeisterin: Andrea-Regina Lang

Newsletter February 2014


Deutsche Version

Kathmandu

Content:


Message from the Editors
MHA PUJA Celebration
Project to Improve Air Quality in the Kathmandu Valley
The Women’s Foundation Opens a "Violence-free" School in Kathmandu
Literature from Nepal and about Nepal
Activities of our members

Message from the Editors

Dear Readers,
the most important event last year in Nepal was the election in November. The election ran smoothly, and the high rate of participation shows that there’s a strong desire for the government to provide order and stability. We hope that an improvement in the living conditions of the people will follow.
In this edition of the newsletter you can read the first part of an interview about a project to improve air quality in Kathmandu Valley. We’re also introducing a new book by a Nepalese author and reporting about the latest activites of the Women’s Foundation. In addition you can see photos from the Mha Puta Celebration in Berlin.
We hope you enjoy the articles!
Your newsletter team

The Nedeg newsletter will regularly report on cultural events and our project partners in Nepal, including dates and venues. If you are not receiving the newsletter directly, you may register here now. Relevant information regarding dates, events or new publications may be forwarded to: nedeg_redaktion@yahoo.com.

Editorial staff: Torsten Frank, Andrea-Regina Lang, Don Baerg, Susan Evers


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Mha Puja 2013

MHA PUJA Celebration

Once again the Mha Puja was celebrated in Berlin. NEDEG rented the rooms in the Russian Theater "Panda" in the Kulturbrauerei in Prenzlauerberg. We’re showing here the best photos and wish to thank everyone who made the celebration possible.

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Project to Improve Air Quality in the Kathmandu Valley

A Talk with Dr. Maheswar Rupekheti
For nearly two years now an international group of scientists has been working on a project to improve air quality in the Kathmandu Valley. The group leader of the project is Dr. Maheswar Rupakheti from the Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam, Germany. Dr. Rupakheti is an atmospheric scientist. He is from Nepal.
The name of the project "Sustainable Atmosphere for the Kathamndu Valley (SusKat)"" sounds scientific, but the project is designed to be an end-to-end intervention. Its practical effects could be important for the lives of the millions of inhabitants of Kathmandu, which has one of the worst air pollution problems in the world. Mr. Torsten Frank of NEDEG talked to Dr. Rupakheti recently, and excerpts from the conversation are presented here.

Can you give us a brief history of the project?
In March 2001 a group of atmospheric scientists including Prof. Paul Crutzen (a Nobel Laureate), Prof. V. Ramanathan (a distinguished atmospheric scientist) and Dr. Klaus Töpfer, then Executive Director of the UN Environment Program (currently Executive Director of the IASS) chartered a BUDDHA AIR airplane just to see the mountains in Nepal and the extent of the newly discovered atmospheric brown clouds in South Asia. Looking out to the north, they could clearly see majestic Mount Everest and other Himalayan mountain ranges. Looking to the south they saw a grey blanket of brown clouds hovering over the southern flank of the Himalayas and the Indo-Gangetic plain. The participants in trip were shocked.

What is this brown cloud?
Atmospheric brown clouds are regional scale plumes of air pollution. They are trans-border and trans-continental in nature and can cover an entire region or ocean basin in a few days. This can be seen from a satellite as huge grey clouds. This is basically air pollution. The Himalayan mountains act like a barrier, and the polluted air from South Asia is trapped in front of the mountains and valleys in the foothills. When you are flying into Kathmandu in winter or spring you can actually see quite easily how mountains vanish into the haze layers. Flying high you can see the mountains but while descending to Kathmandu airport it becomes grey and when you go down further you are unable to see the mountains. This region is one of the most polluted regions of the world but unfortunately it is the least sampled and studied region in the world.

Kathmandu Valley on a rare clear day …

… and on a polluted day in February, 2013 (Courtesy M. Rupakheti)

How did you come up with the name of the project?
Atmospheric science studies are normally limited to understanding the physical science side of pollution and hardly go beyond science in supporting implementation of local air pollution measures. Furthermore, we seldom consider the societal side of the problem. In order to design a sustainable solution to the problem we must consider science, economics and society together. Basically, we came up with this name “Sustainable Atmosphere for the Kathmandu Valley (SusKat)” because it aims to find clean solutions for addressing air pollution in the valley. The idea for the project came from my own experience. I have seen the severity of air pollution in Kathmandu, which I could easily compare with other places I have visited in Asia, Europe and North America. I myself, as a Nepali and as an atmospheric scientist working at the global level with a diverse group of atmospheric scientists, health experts and others, decided to do something for my own country. There are rumors, that Kathmandu is the most polluted place in the world. That hurts me emotionally. I know when I go to Kathmandu and I breathe the air, it hurts my lungs and I start coughing the day after arrival. I thought in late 2011 that the time to act to start building a scientific understanding of air pollution in Kathmandu is now.

How did the project start?
At first I put together a number of things what we should do to address this problem in a systematic way. Then I discussed it with Dr. Arnico Pandey, an atmospheric scientist who was at Princeton University at the time. Now he is the Coordinator of Atmospheric Initiatives at the International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) in Kathmandu. He is also Nepali. We met in my office in Bangkok and discussed the situation in Kathmandu. We agreed that being atmospheric scientists from Nepal, we should work together to understand and address air pollution in the Kathmandu Valley. We both understand the local context and also have access to several atmospheric scientists at the international level. At the same time our IASS Scientific Director Prof. Mark Lawrence had started to build up a team at the IASS. He was actually looking for new ideas that could go beyond science and address the problems on the ground. It was a good coincidence. I approached Prof. Lawrence, who I had known for several years, and he agreed that we could do this together. That is how I came here.

How is the program financed?
The project is designed in such a way that it runs in several phases with each phase achieving certain objectives. For this phase of 2 years and likely the next phase of 2 years, the IASS is funding major activities and personnel. It should be noted that the IASS is funded by the German Federal Ministry and the Ministry of the State of Brandenburg. But the best part is our network. Now under the umbrella of SusKat we have twenty-two institutes from nine different countries working on the same issue. Their activities will contribute to our program and objectives. So we are bringing world class institutes together to look into this issue.

Is air pollution a threat to Nepal?
Yes it clearly is. The Global Burden of Diseases report reports that air pollution was the leading cause of death in Nepal in 2010– killing nearly 30,000 people every year. The UNEP/WMO report in 2011, of which I was also a co-author, estimated that if we controlled air pollution globally including in Nepal, we could save 25,000 lives a year in Nepal from 2030 onwards. The UNEP/WMO report estimates that nearly 3% of crop production is lost in Nepal every year due to air pollution. Therefore, air pollution is a significant threat to the development goals, not only in terms of health but also for agriculture, tourism, glaciers and climate.

Why did you choose Kathmandu Valley?
The amount of air pollution from Kathmandu is significant but it is still manageable in terms of intervention with clean solutions. This is the fundamental underlying concept of SusKat. If you look at the Kathmandu Valley closely, urbanization in the valley has gone up over the last 2 decades so rampantly that we hardly have 20 per cent of the area left in the valley for agriculture and open space. The valley’s land area is only 1.5% of the total land, and it has 50% of the vehicles in the country (i.e., over a half a million). 66% of the petrol and 50% of the kerosene are consumed here. The bowl-shaped structure of the valley surrounded by hills makes it conducive to air pollution. The air pollution in the valley is caused due to both regional and local emissions. Locally, the traffic fleet has a small number of highly polluting vehicles (old buses and trucks). Garbage burning is emerging as a major air pollution source. Other sources such as approximately 115 brick kilns, the burning of tires during public strikes and forest fires contribute to air pollution in the valley. During the morning the situation is worse as cooking activities and vehicle traffic increase while the air is still trapped in the valley due to its meteorological conditions. During the daytime the pollution gets mixed up and flushed out of the valley due to strong winds. But the whole region is polluted, especially in the dry season. So there are some local issues, some related to what happens in other parts of Nepal and others to what happens beyond the Nepalese border.

Brick Factory in Kathmandu

How you are going about collecting data for the valley?
The first fundamental activity of SusKat is to collect credible scientific data on emissions and atmospheric concentrations. We are using a combination of various platforms to collect or generate data-emission estimates at ground stations, in air planes and satellites, as well as simulations of meteorology and pollution transport using sophisticated atmospheric models. First we started with the SusKat-ABC field campaign that ran from Dec 2012 to June 2013 160 scientific instruments at 23 sites of various sizes including 1 super-site in Bide and 5 satellite sites in the valley plus regional sites in Lumbini, Pokhara, Jomsom, Dhunchhe and base camp of Mt. Everest. Limited measurements at several sites are still being continued with the aim of gathering year-round data that will help us understand the seasonal variations of the pollutants. Overall, SusKat has collected a valuable set of data that were not available before and from which the scientific community and other communities can benefit. This will also help us estimate the impact of pollution on public health, crops, tourism, glacier melting, and the regional climate.

Garbage Incineration in Kathmandu

How will you measure the impact on tourism?
We could ask about 100 tourists and other key people who are involved in the tourism industry to provide information on pre-structured questionnaires and interpret the data. For instance, maybe 80% of tourists do not like to stay in Kathmandu because of the air pollution, and therefore they go to Pokhara as soon as they arrive in Kathmandu. Even in Pokhara many tourist flights are cancelled due to poor visibility. We will carefully choose a season to interview tourists and others to avoid any biases. We can also use atmospheric modeling and economic analysis to estimate the impact.

Traffic Jam in Kathmandu

What are the next steps?
Now we have good data on atmospheric levels of various pollutants. We are using them in combination with model outputs to understand the physical science of pollution; We will conduct a study in 2014 looking at the impact of air pollution on human health. We will also conduct studies to measure or estimate emissions from various sources. The next logical step is to find out what kinds of mitigation option are available and would work under local conditions. We will assess the mitigation potential of each option. We have to first identify the major sources and target sources with the highest mitigation potential. For example our recent study shows that about 10% of vehicles are causing nearly 30% of pollution in the valley. This gives us some idea that diesel buses and trucks could be the first sources to target. For diesel trucks/buses there are diesel particulate filters (DPF) available that control 90% of the pollution. That is the technical part. Next comes finance, rules, regulations, policies, availability of trained manpower and enforcement of the regulations. What we do is look into all these aspects and then we evaluate if that would work or not. There are new clean solutions being developed in Europe and America. We have the technical solution available but maybe it is too expensive. We have to investigate if that solution will work in the economy and environment. For example, if we are using some sort of filters in brick kilns, what does it mean for air quality, health, crops and tourism? We have to investigate what is the effect of one euro of investment in that on health, crops and tourism.
Furthermore, previous studies show that 50% of the population of Kathmandu is exposed to a hazardous level of air pollution. If we reduce the pollution from the traffic by 50%, then what resultant percentage of the population would avoid such exposure? We are going evaluate and re-evaluate the effects of emission reductions from a particular measure until we find optimal solutions for plausible future development and emission scenarios.

Burning Car Wheels during Strike

After having done all the science what will you do next?
We, as scientists, could advance science and write papers but that will be only part of the solution. We need to go beyond science. One of the special features of our project is engagement. Our engagement is slightly different from the traditional approach to engagement, which mostly involved awareness programs for key stakeholders. In addition to this, we are also learning from them key issues and needs and incorporating in the project activities as the project implementation proceeds. Therefore, whether we are doing science or we are doing policy, since the beginning we have been engaging the scientific community and the policy community. We are working closely with the Ministry of Science, Technology and Environment. In Nov 2012 we organized in collaboration with ICIMOD, CCAC and MOSTE a science-policy interaction on the importance of air pollution in Nepal. We are also working with the private sector, notably the Federation of Nepalese Brick Industries (FNBI). We are also working with the media to raise awareness on air pollution issues through a fellowship program. Furthermore, we have been discussing with a famous comic duo in Nepal about making a documentary on air pollution, which is expected to raise awareness substantially.

Conference. Dr. Lawrence on the right

In the next phase, we will be working on a demonstration of "identified" mitigation measures. We dream of scaling up those efforts and sectors in the following years in collaboration with a number of partners-government, donor agencies, non-governmental organizations, research institutions, etc..

Group Picture

What do you hope to accomplish? Our approach is to translate the science to actionable knowledge and to actual actions on the ground that will bring the change we expected. No one should die or suffer from air pollution in Nepal. We hope to learn a lot from the experience in Kathmandu that could be emulated in other regions of the world with similar socio-economic and development conditions. Ultimately, we would like to make people’s lives better and make them happy, through solutions that are sustainable--good for people and good for the planet.

Thank you for the talk today
Thanks to NEDEG for bringing our activities to the attention of a broader audience in Germany and Nepal.

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Women's Foundation

The Women’s Foundation Opens a "Violence-free" School in Kathmandu

We reported on the Women’s Foundation in the December 2011 Newsletter.
For many years NEDEG, along with individual sponsors, has supported the Women’s Foundation(WF) in Kathmandu. Each year we’ve been able to send an almost five-figure contribution to the project. This year the foundation opened a school with the goal of dealing with the children without violence. We interviewed Renu Sharma, founder and head of the WF, about it.
"Unfortunately, our children continue to be hit or mistreated in the schools. We’ve spoken with the teachers and principals about it, but the situation hasn’t improved. Violence against children is wide-spread in our society and many see it as normal. In this way children also learn that violence is a normal form of conduct. We believe that ‚violence produces violence’. We don’t want to accept that any longer."

Bipul Shikshya Niketan

The violence-free school, Bipul Shikshya Niketan, was founded by the WF together with local neighborhood groups. The school currently has 450 children and 40 teachers. The school seeks to foster a positive learning environment for the children, and to that end, school personnel are trained to deal with the children in a non-violent manner. One-hundred-twenty children living in the house of the Women’s Foundation currently attend the school.

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Nothing to declare

Literature from Nepal and about Nepal

NOTHING TO DECLARE
Rabi Thapa has "nothing to declare" – but something to announce
The cover indicates what the book is about—a colorful stupa decorated with prayer flags stands before a cloudy sky with the word ‘stories’ next to the stupa. Underneath is a black and white photo of a street scene at night. The title of the book separates the two sections, dividing one world from the other.
Nothing to declare? Quite the opposite. Sixteen short stories—snapshots from present day Nepal of the daily lives of one part of society, doubtless that of the author—city dwellers, male, middle-class. Their conflicts and dreams are reflected in turn through their discussions, thoughts and actions. Mothers, girlfriends, female servants are noticeably relegated to the background, but that doesn’t significantly interfere with enjoying the book, and the author obviously knows and understands this world.

In any case, the main character is the city Katmandu and the surrounding area, which is the setting for all of the stories. For the reader who has spent time there, this offers the attraction of stumbling upon known streets and corners and of names such as Maitghar and Putalisadak. "In writing about my places of Kathmandu valley, I sustain them, bring them out from under the rubble, and string them together", says the author in an interview. He provides in his stories an abundant variety of experiences, many of them, according to him, autobiographical, others apparently taken from the lives of those around him, a good mix of fact and fiction.

I found most of the stories fascinating. In "Home for Dashain", a policeman returning to his village for a visit reveals the brutality of the political conflict of the previous years. "Initiation", which is the first story, perceptively describes the different sensations and the turbulence that come over a youth during a ritual, the ‘bratabandha’ ceremony. In the title story a young Nepali, who is about to realize his dream of going to England, practices the sentence he will have to say when asked what is in his suitcase. But then, a little later, he realizes that ‘hanging out’ in London isn’t so different from Thamel, nor are the discussions—how to give life meaning, how to find your place in a changing but still conservative society, and how one ends up in an arranged marriage.

Rabi Thapa

Rabi Thapa's style is easy and flowing and the language is very readable, sometimes poetic: "Time folded into itself, the cycles of rice and dal as night and day". The sprinkling of Nepali words gives the stories an engaging authenticity. All this contributes to making the reader want to keep reading, even when, occasionally, a story doesn’t really connect—nevertheless, the reader looks forward to the next topic, the next story, the next confrontation—with parents, with friends, with the problems of becoming independent, of marrying, of improving one’s circumstances, and the accompanying breaking with tradition, in particular when western liberal ideas or even the experience of life outside of Nepal comes with it.

There still aren’t many Nepali authors who write in English. The success of Manjushree Thapa, Samrat Upadhaya and Sushma Joshi haven’t increased their numbers as one would have expected. Hopefully Rabi Thapa’s sympathetically received debut in Nepal and India will soon lead to a new book by him.
                                                                             Johanna Wernicke-Rothmayer

Rabi Thapa, Nothing to Declare. Stories
New Delhi: Penguin Books, 2011.
172 pages. ISBN-13: 978-0143415435
NRs. 350.00

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Since 2006, Kamal Niraula is offering Nepalese specialties at the restaurant Om.

Anlongside her studies at the TU Berlin, Krisha Sthapit teaches Nepalese at the language school Sprachenatelier.

Margot Jaffé from Somborn runs a hotel at the foot of the Himalayas in Pokhara.

Rajendra Sthapit is a certified translator for Nepalese and a consultant for geographical studies, language and translation.

Carola Neitzel performs on several different theatre stages in Berlin and teaches acting classes.

Any further information regarding our members' activities you'll find here.

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