Newsletter September 2011


English Version

Dhaulagiri

Die Themen:

Newsletterredaktion
Nepalese Student Society in Germany (NSSG)
Nepali Pop Songs Made in Germany
Natürlich wollen alle Popstars werden

Baudanath

Newsletterredaktion

Der September Newsletter greift als Thema Musik auf:
Lesen Sie den ersten Teil des Interviews mit Prof. Dr. Gert- Matthias Wegner, dem Leiter des Departments of Music an der Kathmandu University, über die Gründung des Departments und die aktuelle Situation.
Wir berichten über Umesh Subba, einem nepalesischen Musiker, der in Deutschland lebt und in den Musik Charts von Nepal ist.
Lesen Sie, wie die nepalesischen Studenten ihr soziales Netzwerk in Deutschland organisieren.

Veranstaltungshinweise:
6. September 2011 in HOM - Erbach, Thomas Morus Haus Bildvortrag von Klaus Hessenauer: "Nepal, Gesichter eines Landes!". Beginn ist 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Über Spenden freuen sich die Schulkinder in Bhimkure.

9. September 2011 in Potsdam, indische Bibliothek, Lindenstraße 8 Bildvortrag von Bishnu Karki: "Ein Abend im Himalaya", Reisen nach Nepal & Tibet. Beginn ist 19:00 Uhr.

Der Nedeg-Newsletter berichtet regelmäßig über kulturelle Themen und über unsere Projektpartner in Nepal und weist auf Termine hin.
Wer den Newsletter noch nicht direkt zugesendet bekommt, kann sich hier anmelden.
Wichtige Hinweise auf Termine, Veranstaltungen oder neue Publikationen senden Sie bitte an nedeg_redaktion@yahoo.com.

Newsletter Redaktion: Torsten Frank, Andrea-Regina Lang, Don Baerg

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Treffen des NSSG

Vorstellung der "Nepalese Student Society in Germany (NSSG)"
ein soziales Netzwerk für in Deutschland studierende Nepalesen

Nepal, bekannt für seine einzigartige Landschaft, beeindruckende Natur und die Freundlichkeit der Menschen, hat seit Jahrzehnten mit politischen Auseinandersetzungen und blutigen Unruhen zu kämpfen. Aufgrund der instabilen politischen Situation blieben viele der sozialen und ökonomischen Probleme ungelöst. Zusätzlich brachte der brutale Bürgerkrieg das Land an den Rand des Abgrunds. Durch die politischen Unruhen wird es mittlerweile eher zum Normalfall als zur Ausnahme, im Ausland zu studieren. Auch die Anzahl der nepalesischen Studenten in Deutschland wuchs entsprechend stark an.
Gegründet wurde die studentische Vereinigung von einer Gruppe von nepalesischen Studenten in Hannover im Jahr 2000 unter dem Namen „Nepalese Student Society in Germany – NSSG“. Das Ziel bei der Gründung war, durch Erfahrungsaustausch über Studium und Arbeitsmöglichkeiten hier studierenden Nepalesen zu helfen.

Tiharfest

Die Vereinigung durchlief Perioden von Aufbruch und Untätigkeit. 2009 wurde der 5. Kongress abgehalten, die Gesellschaft gestärkt und ein neuer Vorstand gewählt: Es gab nicht nur einen großen Wechsel bei den Mitgliedern, sondern auch eine erhebliche Strukturveränderung. An Stelle einer konventionellen Hierarchie mit Präsidenten, Vertretern und einer Unmenge von zusätzlichen Posten wurde eine neue flache Struktur geschaffen, mit nur einem Komitee ohne Hierarchie, vertreten durch einen Koordinator. Das Komitee soll sich im Schwerpunkt um die Sorgen und Nöte der nepalesischen Studenten kümmern, dabei politisch neutral bleiben und sich für alle Ethnien öffnen. Die Vereinigung will eine Plattform für nepalesische Akademiker zum Austausch von Ideen sein und zum kulturellen Austausch zwischen Nepalesen in Deutschland und Deutschen beitragen.

5. Kongress

Über die Facebookseite der Organisation sind die Mitglieder miteinander verbunden und können so direkt Informationen und Erfahrungen austauschen. Auf dem jährlichen Fest können sich die Mitglieder kennenlernen. Zurzeit sind über die Facebookseite bei steigender Tendenz 277 Mitglieder miteinander verbunden.

Facebookseite

Internetseite

Beitrag von Sulav Duwal. Übersetzung ins Deutsche Torsten Frank

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Manilin

Nepali Pop Songs made in Germany

Umesh Subba, in Nepal geboren, größtenteils in Nordindien aufgewachsen und mit Anfang zwanzig nach Deutschland migriert, lebt seit fast zwanzig Jahren in der Umgebung von Ulm an der Donau.
Er komponiert und textet Lieder in nepalesischer Sprache. Anfang 2011 ist er für einen Monat nach Kathmandu gereist, um dort sein erstes Album aufzunehmen. Zusammen mit nepalesischen Musikern und Sängern wie zum Beispiel Adrian Pradhan ist es ihm gelungen, in kurzer Zeit seine Ideen umzusetzen. Die CD ist bereits in Nepal und Indien erhältlich und wird im nepalesischen Radio gespielt.
Umesh Subba möchte auch andere in Deutschland lebende Nepalesen und Freunde Nepals mit dieser Musik erreichen.

Songs auf der CD

Zum Song Mayalu Mayalu meint Nedeg-Mitglied Krisha Sthapit: "Ich bin sehr beeindruckt, dass Umesh Subba seine Leidenschaft am Singen und an Liedern nach so viel Jahren durch seines erstes Album erfüllt hat.
Das Lied finde ich typisch nepalesisch. In diesem Lied ist ein junger Mann in ein Mädchen verliebt, das aus irgendwelchen Gründen weggegangen ist. Der Mann wartet nur auf sie. Er weiß nicht, ob sie wiederkommt oder nicht, oder ob sie an ihn denkt oder nicht, er denkt immer an sie und liebt sie immer.
Das Lied handelt von einer echten Liebe, die auch eine Tragödie ist, weil seine größte Liebe nicht mit ihm ist. Aber er will nicht aufgeben und erzählt es durch dieses Lied."



Das Album ist zum Preis von 10 Euro. zzgl. Versandkosten erhältlich bei:
Umesh Subba
per E-Mail: manumesh@gmx.de
oder Postadresse:
Johann-Strauss-Straße 27
89231 Neu-Ulm
oder telefonisch: 0731 705 36 82


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Prof. Gert Matthias Wegner

Natürlich wollen alle Popstars werden

Gründer und Leiter des Departments of Music an der Kathmandu University ist Prof. Dr. Gert-Matthias Wegner. Im Gespräch mit der Newsletter-Redaktion berichtet er über die Gründungszeit und die aktuelle Situation

Wie kam es zur Gründung des Instituts für Musik an der Kathmandu University?

Seit 1982 war ich damit beschäftigt, als Musikethnologe im Rahmen des deutschen Nepal-Research-Programmes die Musiktraditionen Bhaktapurs zu dokumentieren. Da ich sah, wie diese Traditionen verschwinden, hatte ich 1988 die Idee, ein Universitätsinstitut für Musik aufzubauen, wo die Methode der Musikethnologie zusammen mit nepalesischen Musiktraditionen gelehrt werden sollte. Damit wollte ich einheimische Musiker als Lehrer einbinden und sie auch motivieren, ihre eigenen Kinder zu unterrichten. Anfangs hatte ich viele Gespräche mit der Leitung der Tribhuvan-Universität, der damals einzigen Staatsuniversität . Die Deutsche Botschaft half mir, Geldmittel zur Einrichtung der Räumlichkeiten zu identifizieren. Am Ende brauchten wir noch zwei Kabinettentscheidungen der nepalesischen Regierung, bis dieses Geld zur Verfügung gestellt wurde. Meine Arbeit wurde damals vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) durch eine Langzeit-Dozentur unterstützt. So konnte ich dort überleben, um dieses Projekt voranzutreiben. Weil ich mit der Tribhuvan-Universität nicht vorankam, gab mir ein befreundeter Staatssekretär im Erziehungsministerium den Tipp, es mit der neu gegründeten Kathmandu University zu versuchen. Deren Vizekanzler, Dr. Suresh Raj Sharma, erkannte sofort den Wert dieses Projekts und sagte: „Das machen wir.“ Naja, aber machen musste ich das; die ganzen Mittel ranschaffen, alles organisieren und planen.

nepalesischer Musiker

Wurde denn nichts von der Universität dazu beigetragen?

Der organisatorische Rahmen wurde zur Verfügung gestellt mit den Regeln und Verfahrensweisen der Universitätsverwaltung. Aber ich musste erst mal eine Immobilie finden. Das war gar nicht so einfach. Es wurde allerhand vom Department of Archaeology versprochen, doch kam nichts dabei heraus. Die Lösung kam dann in letzter Minute. Eine befreundete Familie in Bhaktapur war bereit, ihre Shivalaya zur Verfügung zu stellen, ein Tempelbereich für einen Totenkult, der von einer sogenannten Familien-guthi verwaltet und genutzt wird.

Dieses Gebäude ist auch noch heute das Gebäude des Instituts?

Ja, es ist eine Tempelanlage aus dem späten 19. Jahrhundert im Süden vom Bhaktapur. Das haben wir restauriert, so dass es für unsere Zwecke genutzt werden konnte. Alles war damals ziemlich verfallen und wir haben vier Gebäude dazu bauen müssen. Heute ist es wunderschön, mit großem Garten und Hof. Das konnten wir auf zwanzig Jahre leasen. Leider wollte eines der Familienmitglieder uns daraus vertreiben, der sich über seine Verwandten ärgerte. Es wurden dann insgesamt drei Prozesse gegen die Kathmandu University angestrengt. Wir konnten alle gewinnen, aber es war mühsam und überflüssig. Jetzt werden wir nicht in der Lage sein, den Vertrag zu verlängern und benötigen in vier Jahren eine neue Immobilie. Der Kathmandu University liegt viel daran, dass es weitergeht mit dem Institut. Es ist eines der ältesten an dieser Universität und hat inzwischen einen sehr guten, internationalen Ruf.

Ist das Studium vergleichbar mit dem an der Freien Universität in Berlin, wo Sie ja auch lehren?

Es läuft insgesamt verschulter. Es ist ein Bachelor-Studium. Die Studenten müssen jedes Semester bestimmte Kurse absolvieren, bevor sie in das nächste Semester gehen können. Am Ende jedes Semesters gibt es mündliche und schriftliche Prüfungen in allen Kursen. Wir haben einen vierjährigen Bachelorkurs, dann zwei Jahre Master. Es gibt auch die Möglichkeit zur Promotion.

Wird dort die ganze Zeit musiziert oder wird mehr theoretische Musikgeschichte gelehrt?

Beides. Sowohl Theorie und Methodik der Musikethnologie als auch praktische Musikausbildung, dazu Musiktheorie und -geschichte weltweit. Wir vermitteln also Einblicke in viele Weltmusiktraditionen. Alle lernen auch Audio-Studiotechniken, damit sie später mehr Möglichkeiten haben, einen Job zu bekommen.

nepalesische Musiker

Welche Bedeutung hat die nepalesische Musik an dem Institut?

Jeder Student muss jedes Semester zwei bis drei praktische Musikkurse machen. Die laufen dann zwei- bis dreimal die Woche, zusätzlich zu den ganzen Theoriekursen. Wir vermitteln also Praxis und Theorie. Natürlich kommen die meisten Studenten mit dem Wunsch zu uns, Popstar zu werden. Weil wir tatsächlich auch einige Popstars ausgebildet haben, wie z. B. den Sänger Nabin Bhattarai. Ein anderer Star ist Lochan Rijal, mein erster nepalesischer Doktorand.

Traditionelle Musik ist ethnisch gebunden. Macht das Probleme, wenn zum Beispiel Studenten aus brahmanischen Familie studieren?

Die Studenten sind an der Universität in einer neuen Situation, und das Kastensystem finden die meisten eigentlich überflüssig, die Eltern nicht. Deswegen haben die Studenten manchmal die Schwierigkeit, ihren Eltern zu vermitteln, was sie hier bei uns lernen. Die Eltern haben zum Teil Angst, dass sie die Musik der newarischen Schlachter lernen, obwohl wir das gar nicht unterrichten.

Welchen Einfluss hat die traditionelle Ausbildung zum Musiker in der newarischen Tradition auf die heutige Lehre?

Die ursprüngliche Form der Lehre ist eingebunden in den Kult des Musikgottes Nasahdyah. Am Ende der Lehrzeit gibt es eine Prozession zum Schrein dieses Gottes. Die Schüler müssen vorher für den Musikgott einen Ziegenbock stehlen, der dann geschlachtet und geopfert wird. Neben der Blutlache des Tieres müssen sie dann am Schrein sitzen und alle Stücke spielen, die sie gelernt haben. Dann werden sie von Verwandten mit Turbanen, Blumen, Farbpuder, Joghurt und so weiter geschmückt und wandeln dann mit ihren Trommeln das erste Mal durch ihre Nachbarschaft und dann zurück zu dem Haus des Lehrers in einer triumphalen Prozession, wobei alle Nachbarn sich über diese neuen Trommler freuen. So wird man dann zum Spieler. Am Institut für Musik haben wir natürlich eine akademische Ausbildung ohne Ziegenstehlen. Dafür gibt es jedes Semester Examen.

Sind die Studenten, die an dem Institut studieren, aus traditionellen Musiker- oder aus modernen Grossstadtfamilien?

Es gibt beides. Sie kommen vor allem aus Kathmandu, aber auch von weiter her. Aus dem Süden, dem Osten und auch aus den Bergen oder aus dem Terai. Wir haben einen Sherpa aus Kumbhu dabei. Seine Familie wohnt auf 3000 m Höhe.

Welche Voraussetzungen müssen die Studenten erfüllen, um an dem Institut zu studieren?

Die Studenten müssen die Hochschulreife haben und eine schriftliche Aufnahmeprüfung und ein Interview mit mir oder dem Doktoranden bestehen. Glücklicherweise ist der Standard der Anfänger in den letzten Jahren wesentlich besser geworden. Die meisten können schon ein Instrument spielen.

Im Unterricht

Ist es keine Voraussetzung, ein Instrument zu spielen?

Eigentlich nicht, weil wir das ja unterrichten. Aber es ist leichter für die Studenten, wenn sie auf etwas aufbauen könnten. Wenn man mit zwanzig Jahren beginnt, ein Instrument zu spielen, ist das wesentlich schwieriger, als wenn man das mit zwölf oder vier Jahren macht.

Sind die Studenten ausschließlich Nepalesen oder können auch Ausländer dort anfangen?

Wir hatten bisher Studenten aus 28 Ländern. Seit der Gründung des Instituts besteht ein Austauschprogramm mit der University of London. Das bedeutet, dass Studenten aus London ein bis zwei Semester bei uns umsonst studieren können und ebenso unsere Studenten in London ohne Studiengebühren. Das ist eine echte Glückssache für Nepalesen, weil die Studiengebühren für Asiaten in London sehr hoch sind.

Es gibt eine Studiengebühr, um an dem Institut zu studieren?

Ja, davon finanzieren wir uns, und zwar von Anfang an. Wir müssen davon alle Gehälter bezahlen. Das geht nur über Studiengebühren.

Es gibt keine staatlichen Zuschüsse?

Da gibt es nichts.

Aber das Gebäude wird gestellt?

Nein, das haben wir ja gemietet. Wir müssen alles selbst erwirtschaften.

Gibt es Möglichkeiten, Drittmittel einzuwerben?

In dem Fach verdient man nichts durch Forschungsarbeiten. Wie soll das gehen? Wir haben ein Modellensemble, was wirklich sehr gut ist, das verschiedene newarische Musik- und Tanztraditionen auf internationalen Festivals präsentiert. Wir sind oft in Europa gewesen mit der Truppe. Aber das Honorar verdienen die Musiker und nicht das Institut.

Beeinflusst die aktuelle politische Lage die Arbeit an der Universität?

Es gab kritische Situationen für die Universität, gelegentliche Drohungen, Streiks, Einbrüche und so weiter. .Die Gesellschaft hat sich durch den Bürgerkrieg verändert. Früher, wenn ein Mann reich war, gab er etwas für die Gemeinschaft. Er spendierte etwas, zum Beispiel eine Laube, wo Musiker auftreten konnten, oder er finanzierte eine Musikgruppe mit einer Landstiftung. Dieser Gemeinschaftssinn ging leider im modernen Nepal verloren. Das ist traurig. Jeder kämpft allein für sich und seine Familie. Dadurch ist der ganze Umgang rücksichtslos geworden.

Ergeben sich durch den Tourismus Möglichkeiten, Geld zu verdienen?

Wir haben so etwas versucht, wurden aber von einem namhaften deutschen Reiseveranstalter betrogen und beendeten das sofort. Natürlich gibt es Musikgruppen, die in Hotels spielen. Es hat sich aber herausgestellt, dass die Musiker immer ausgebeutet werden und dann nicht mehr hingehen wollen.

Im Garten

Sie können also damit gar nichts verdienen?

Newarische Musik ist radikal anders als das, was westliche Touristen wünschen. Es ist eben keine Partymusik, sondern in Stadtraum und Rituale eingebunden. Man benötigt zum Verständnis eine gewisse Vermittlung. Es ist sicher nicht dazu geeignet, das Essen im Hotel zu untermalen.

Wie ist es für die Studenten an dem Institut: Sehen sie die traditionelle Musik eher als eine Pflicht, während sie selbst lieber westliche Musik praktizieren würden?

Das Interesse an westlicher Musiktheorie und Popmusik ist vorhanden. Die Studenten wollen so viel wie möglich und alles gleichzeitig lernen. Ich ermutige sie, wenn sie Popmusiker werden wollen, unbedingt auch traditionelle Instrumente zu erlernen. Es ist besser, keine schlechte Kopie von westlichen Gruppen aus den siebziger Jahren anzustreben, sondern etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, also eine Verbindung von alt und neu.

Welche Perspektiven haben die Abgänger von der Hochschule?

Die haben alle gut bezahlte Jobs als Musiklehrer bekommen. Ein paar sind Popstars geworden. Es gibt in Kathmandutal eine ganze Menge privater Schulen, die sich mit Musikunterricht profilieren wollen. Mittlerweile gibt es auch eine Reihe von Musikschulen, die nur Musik unterrichten, und auch dort kann man als Lehrer tätig werden, wenn man gut ist.

Welche Perspektive sehen Sie für die nächsten zwanzig Jahre? Was müsste verändert werden?

Ich sehe einen Niedergang der traditionellen Musik. Wenn ich das auf das gesamte Land projiziere, ist mir unglaublich wichtig, dass das Fach Musik bald in den allgemein bildenden Schulen eingeführt wird. Und zwar nicht nur nordindische Kunstmusik oder westliche Musik, sondern ein Fach, welches über die Musik Nepals informiert. Das würde zu einem größeren Verständnis zwischen den verschiedenen Ethnien führen. Die Kinder könnten die Lieder der verschiedenen Volksgruppen singen und sich dabei kennenlernen. Außerdem könnte man die lokal vorhandenen Musiker einbinden in den Musikunterricht. Sie könnten Ihre Instrumente zeigen und erklären, was sie spielen. So könnte auch ein gewisser Respekt für die überlieferte Musik entstehen.


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Kontakt:

Nepali-Deutsche Gesellschaft
Eosanderstraße 13
10587 Berlin

Berliner Sparkasse
Kontonummer: 730 030 547
Bankleitzahl: 100 500 00

Vereinsvorstand:

Vorsitzender : Torsten Frank
Stellvertreter: Birat Niraula
Geschäftsführer: Rajendra Sthapit
Schatzmeister: Uta Roever

Newsletter September 2011


Deutsche Version

Dhaulagiri

Content:


Message from the Editors
Introduction to Nepalese Student Society in Germany (NSSG)
Nepali Pop Songs Made in Germany
Everyone wants to be a pop star

Baudanath

Message from the Editors

This newsletter will report on music in Nepal and students from Nepal in Germany: Content is the first part of the interview with Prof. Dr. Gert- Matthias Wegner, the founder and director of the Department of Music at the Kathmandu University. In an interview he reports on the launching of the institute and the present situation. We are reporting on Umesh Subba, a Nepali musician who lives in Germany and has entered the actual music charts of Nepal. Read more about how the Nepali students are organizing their social network in Germany.
This new Nedeg newsletter will regularly report on cultural events and our project partners in Nepal, including dates and venues. If you are not receiving the newsletter directly, you may register here now. Relevant information regarding dates, events or new publications may be forwarded to: nedeg_redaktion@yahoo.com.

Editorial staff: Torsten Frank, Andrea-Regina Lang, Don Baerg


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NSSG meeting

Introduction to Nepalese Student Society in Germany (NSSG)

Introduction to Nepalese Student Society in Germany (NSSG) Nepal, a country well known for its picturesque landscape, pristine nature and friendly people, has also witnessed decades of great political upheavals and bloodshed. Due to the unstable conditions, the brutal civil war almost ran the country to the ground. In those times of chaos, going abroad for studies started becoming a norm rather than exception.
The number of students in Germany also started growing. The seed of a student organization were sown by a group of Nepalese students in year 2000 in Hanover and was named Nepalese Student Society in Germany - NSSG. The goal of the organization was to help new Nepalese students in Germany and provide them with information about studies and working possibilities based on their experience.

Tihar

The student organization went through periods of dormancy and vigour. And in 2009, the fifth conference was held. The organization was then stimulated and a new committee was formed. The organization not only went through change in members but the executive body went through a major reform. Instead of conventional hierarchical system with president, vice president and a plethora of posts, the new system was horizontal and less flamboyant having a core committee without hierarchy curated by a coordinator.

fifth congress

The core committee is devoted to promote welfare among Nepalese students in Germany, keeping the organization politically neutral and as ethnically diverse as possible. The organization hopes to act as a platform for Nepalese academia for an exchange of ideas and organizes events to promote cultural exchange between the Nepalese diaspora and German people. The outreach of the organization - via Facebook -currently has 277 members and is growing.

Facebook

Internet

Authored by Sulav Duwal

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Manilin

Nepali Pop Songs Made in Germany

Umesh Subba was born in Nepal, grew up in northern India, migrated to Germany at around 20 years of age and has now resided almost another 20 years near Ulm on the Danube river. He composes and writes texts for songs in the Nepalese language. Early 2011 he traveled to Kathmandu for a month in order to record his first album there. Together with Nepalese musicians and singers - as for example, Adrian Pradhan - he successfully was able to transpose his ideas within a very short time.

Umesh Subba is very interested in reaching other Nepalese living in Germany and their friends with his music.

Songs

Regarding the song Mayalu Mayalu Krisha Sthapit - member of Nedeg - says: "I am very impressed that Umesh Subba has been able to fulfill his passion for singing by means of the songs in his first album. I find this song to be typically Nepalese. A young man is in love with a girl who has left him for some reason or other. He is constantly waiting for her return. He doesn't know whether she will come back, or whether she even thinks of him. But he doesn't stop thinking of her and loves her still. The song deals with true love, which is also a tragedy because her great love is not for him."
The album can be purchased for 10 euro + postage and can be ordered from Umesh Subba via e-mail at:

manumesh@gmx.de
or postal address:
Johann-Strauss-Str 27
89231 Neu-Ulm
Germany
or per phone:
+49-(0)731-705 36 82


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Prof. Gert-Matthias Wegner

Everyone wants to be a pop star

The founder and director of the Department of Music at the Kathmandu University is Prof. Gert-Matthias Wegner. In this interview with the Newsletter editors he reports on the launching of the institute and the present situation.

How did the founding of the Institute for Music come about at the Kathmandu University?

As ethnomusicologist and member of the German Nepal Research Programme, I was involved from 1982 to 1990 with the documentation of Newar drumming traditions in Bhaktapur. When I observed how rapidly these traditions were disappearing, I got the idea to establish a university institute for music where the methods of ethnomusicology could be taught along with Nepalese music traditions. I intended thereby to incorporate local musicians as teachers and to motivate them to instruct their own children. At the beginning, I had a number of meetings with the Tribhuvan University administration, the only state university at that time. The German Embassy assisted me in funding the installation of appropriate physical facilities. In the end, two cabinet decisions had to be passed by the Nepalese Government before funds became available. My work was supported by the German Academic Exchange Service (DAAD) by means of a long-term fellowship early on. Since I could make no progress with Tribhuvan University, a Joint Secretary in the Ministry of Education suggested settling the project at the newly established Kathmandu University. The Vice-Chancellor, Dr.Suresh Raj Sharma, immediately realized the significance of the endeavour and stated: "We'll do it." Well, actually, I had to do this almost single-handed, soliciting funds, organizing, planning and supervising everything.

nepalese musician

Was nothing contributed by the university?

The organizational framework was provided under the rules and regulations of the university administration. But I had to first find a location. This was not at all easy. A great deal of assistance was promised by the Department of Archeology, but nothing resulted from this. The solution came from a merchant family in Bhaktapur. They were prepared to make their Shivalaya available – it was a temple area for death rituals that was being managed and used by a so-called family 'guthi'.

Are these premises still the home of the institute?

Yes, these are temple grounds from the late 19th century at the southern periphery of Bhaktapur. We restored it so that it could be used for our purposes. Then, everything was quite derelict and we had to erect four buildings in addition. Today, it is beautiful, with a large garden and courtyard. We were able to lease it for 20 years. Unfortunately, one of the family members tried to evict us, as he was annoyed with his relatives' decision. A total of three court hearings were undertaken against me and Kathmandu University. We were able to win all of them, but it was all very troublesome and superfluous. Now, we will not be in a position to renew the rent contract and require a new location until 2014. It is very important for the university that the project continue. It is one of the oldest of the university institutes and has gained, in the meantime, an international reputation.

Is the study programme comparable with that offered by the Free University in Berlin where you also have a teaching position?

On the whole, the curriculum of the Bachelor programme is more rigid. Students are obliged to take specific courses every semester before they are allow to advance to a higher semester. Written and oral examinations are taken at the end of every semester in all courses. There is a four-year bachelor and a two-year master course. It is also possible to take a doctorate.

nepalese musicians

Is music instruction conducted the whole time or is music theory and music history also taught?

Both. Theory and methods of ethnomusicology as well as practical musical training are given, in addition to Western music theory and history. We also convey an insight into many world music traditions. Students also learn audio and studio techniques in order to provide a better basis for finding a job.

What role does Nepalese music play in the Institute?

Every student must undergo two or three practical music courses each semester. These are conducted twice or thrice per week, aside from the entire theory courses. We teach both practice and theory. Naturally, many students come to us with a desire to become a pop star, since some pop stars have actually received their education with us, e.g., the singer Nabin Bhattari. Another star is Lochan Rijal, my first doctoral candidate.

Traditional music is tied to an ethnic background. Is this a problem if, for example, students come from Brahman families?

Students at the university are in a totally new situation, and most find the caste system to be superfluous, but not their parents. Therefore, students sometimes find it difficult to explain to their parents what they are learning. Some parents are afraid that their children may come in contact with music of low-caste musicians.

What influence does traditional education to become a musician have on present-day training?

Traditional Newar music apprenticeship is incorporated into the cult of the music god Nasahdyah. At the end of the apprenticeship a procession takes place to the shrine of this god. The students must steal a goat for the music god beforehand, which is then sacrificed during the ritual. Beside the pool of blood of the animal they must sit at the shrine and play all the pieces they have learnt. Then, they are adorned by the relatives with turbans,flowers, coloured powder, yoghurt etc and proceed through the neighbourhood with their drums and back to the teacher's home in a triumphant procession, whereby all neighbours are joyously celebrating the new drummer's. At the Department of Music we naturally carry out an academic education without stealing goats. On the other hand, the misery of exams looms at the end of each semester.

Do your students come from traditional musician castes or from modern urban families?



Both come to us. Most are at home in Kathmandu, but some also come from remoter rural areas – the South, the East, from the mountains and the Terai. We have a Sherpa student from Khumbu whose family lives in a village at 3000 metres elevation.

What prerequisites must students fullfil in order to study at the Institute?

Students must have high school graduation (10 plus 2), and pass a written university entrance examination plus an interview with me and other staff members. Fortunately, the standard of new students has improved considerably in recent years. Most are able to play a musical instrument prior to commencement of their studies.

At school

Is it not a prerequisite to be able to play a musical instrument?

Actually not, since we provide instruction. But it is easier for students if they can build up on something. If one starts playing an instrument at the age of 20 it is much more difficult than if one begins at 12 or even 4 years.

Are students exclusively Nepalese or is it possible for non-Nepalese to take up studies?

To date students from 29 countries have been enrolled. Since 1996, an exchange programme has been in existence with the University of London. This means that students from London can study one or two semesters without paying tuition fees and our students in London are also exempted from fees. This is advantageous for Nepalese, as tuition fees for Asians in London are quite high.

Are tuition fees taken at the Institute?

Yes, thereby from the beginning we have been able to finance our endeavour. We have to pay all running expenses including staff salaries, which can only be achieved by means of collecting fees.

Are there no governmental subsidies?

Nothing.

But provision is made for a building?

No, we rent the premises. We finance ourselves completely.

Are there any possibilities to acquire tertiary funding?

In this department we cannot earn anything by way of research. We have a model ensemble which is excellent, presenting various Newar music and dance traditions at international festivals. We have often been to Europe with this troupe. But the remuneration is earned by the musicians and not the institute.

Does the current political situation have an influence on the work of the university?

Critical situations have arisen for the university, occasional threats, strikes, break-ins etc. The society has undergone a change due to the civil war. Formerly if one was prosperous, he offered something to the community. There were donations, for example, a pavilion where musicians could perform or he financed a music group by way of a land endowment. This communal sense has been sadly lost in modern Nepal. Everyone is fighting for him/herself and their family. Thereby the entire way of dealing with others – contact and communication – has become tactless and self-centered.

Does tourism offer a means to earn money?

We have tried something along this line, but were deceived by a well-known German travel agency and thus discontinued operations of this nature. Naturally some music groups do perform in hotels. However, musicians have often been exploited by producers and organizers.

In the garden

So it is impossible to earn anything this way?

Newar music is radically different from what western tourists expect. It is not party music, but connected with urban space and ritual. In order for outsiders to appreciate this, one needs a certain informational background. It is definitely not suitable as background music to dinner parties at hotels.

How do students at the institute approach the matter? Do they see traditional music as a duty while they would at the same time prefer to practice western music?

Interest in Western music theory and pop music is quite strong. Students want to learn as much as possible and all at the same time. I encourage them, if they want to be pop musicians, to also learn traditional instruments. It is better not to attempt poor imitation of Western bands from the 1970s, but rather be innovative and thereby combine the old and the new.

What perspectives are there for graduates of the university?

All of them have received well-paid jobs as music teachers. A few have become pop stars. A number of private schools in the Kathmandu valley desire to make a name for themselves via music instruction. In the meantime, many music schools specialize in teaching only music, and here one can also become a teacher, which is good.

What perspectives do you envision for the next 20 years? What must be changed?

I foresee a demise in traditional music. On a national scale, it is extremely important that music as a subject be introduced in all government schools. And indeed not only classical North Indian or Western music, but a subject that informs pupils about the music of Nepal. This would lead to a greater understanding between various ethnic groups. Children could learn to sing the songs of different groups and thus get to know each other. Furthermore, one could apply the skills of local musicians in music instruction. These specialists could demonstrate their instruments and explain what they are playing. Consequently, a greater respect for traditional music could be created.


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Contact

Nepal-German Association
Eosanderstraße 13
10587 Berlin

Bankaccount
Berliner Sparkasse
Account number: 730 030 547
Bank code: 100 500 00

Executive

Chairman : Torsten Frank
Vicechairman: Birat Niraula
Generalmanager: Rajendra Sthapit
Treasurer: Uta Roever

© 2006-2016 NEDEG e.V. letzte Aktualisierung: November 2016.